Durch die Pandemie steigen die Gaming-Aktien

16.03.2022 12:27

Dank der anhaltenden Coronakrise erlebt die Gaming-Branche einen regelrechten Boom. Die Umsatz- und Nutzerzahlen steigen rasant an und die Aktienkurse vieler Anbieter schießen in die Höhe. Laut Experten bleibt das Wachstumspotenzial in diesem Sektor langfristig immens.

Derweil empfiehlt sogar die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Spielen von Online-Games. Zusammen mit Spieleentwicklern wie Blizzard und Riot Games und dem Streaming-Anbieter Twitch hat die WHO die Kampagne #PlayApartTogether hervorgerufen. Das bedeutet so viel wie „getrennt gemeinsam zocken“ und soll Menschen trotz Selbstisolation wieder zusammenbringen. In einer Studie der Havas Media Group gaben viele der Befragten an, dass Videospiele ihr bevorzugtes Mittel gegen Langeweile sind. Im Zuge der in der Coronakrise ausgerufenen Lockdowns hat sich ein regelrechter Hype um Videospiele entwickelt. Die Vertriebsplattform Steam zählte im April letzten Jahres so viele Nutzer wie nie zuvor.

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Online-Games immer beliebter

Hierbei wurde beobachtet, dass sich die Entwicklung der Spielerzahlen weltweit nahezu identisch mit den verschiedenen Phasen der sozialen Distanzierung vollzogen haben. Der digitale Austausch, den Multiplayer Online-Games ermöglichen, hat den direkten Kontakt zwischen Menschen während des Lockdowns in Teilen ersetzt. Zudem spiele es eine relevante Rolle, dass Menschen, die lange Zeit zu Hause waren, ein interaktives Gegenüber dem passiven Entertainment inzwischen bevorzugen.

Hardware-Hersteller profitieren

Neben den Spielentwicklern profitieren auch die Entwickler der populärsten Konsolen, also Microsoft (Xbox), Sony (PlayStation) und Nintendo (Switch), von dem steigenden Wachstum in dieser Branche. Nintendo steigerte seinen Umsatz allein durch Konsolen im ersten Quartal der Pandemie um 40,6 Prozent. Auch die Nachfrage nach Grafik-Chips von Nvidia, AMD oder Intel sind gestiegen. Die Gaming-Industrie generell ist zu einem elementaren Wirtschaftszweig geworden. Ein großes Maß an Potenzial dürfte hierbei auch im E-Sport Sektor liegen. Wer als Investor in diesen gewinnbringenden Bereich einsteigen will, das Einzelaktien-Risiko allerdings scheut, kann auch auf Seiten wie https://www.etf-nachrichten.de/nft/nfts-kaufen/ diversifiziert investieren. So sinkt das Risiko von hohen Verlusten enorm.

Aktienkurse steigen

Das Phänomen Gaming ist nicht neu und war bereits vor Ausbruch des Coronavirus stark vertreten. Nun erlebt dieser Markt eine Art zweite Welle. Das zeigt sich an den Aktienkursen der amerikanischen Marktführer. Bei Activision Blizzard und Electronic Arts (EA) stiegen die Aktien bis Ende 2018 stark an. Dann kam die Coronakrise, was neue Maßstäbe für diesen Wirtschaftszweig setzte. Inzwischen stehen diese beiden Aktien deutlich über ihren Hochs von 2018. Betrachtet man die Zahlen auf Zehnjahressicht, haben die Papiere der Spielentwickler 620 Prozent (Activision Blizzard) und 740 Prozent (EA) an Wert zugelegt.

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Der Markt, welcher sich in der Gaming-Branche noch eröffnen könnte, ist riesig. Bereits im Jahre 2019 wurden laut des Marktforschers Newzoo in der Branche Zahlen von knapp 150 Milliarden Dollar umgesetzt. In diesem Jahr könnten es an die 2,7 Milliarden Spieler mit einem Umsatz von 160 Milliarden Dollar werden. Bis 2023 rechnet Newzoo mit einer Wachstumsrate von 8,3 Prozent. Ein anderes Marktforschungsunternehmen, Global Data, sieht den Gaming-Markt im Jahre 2025 die Umsatzmarke von 300 Milliarden Dollar knacken. Das soll, unter anderem, an den sinkenden Reiseaktivitäten der Bevölkerung und einem veränderten Lebensstil während und nach Corona liegen. Demnach würde die Nachfrage weiterhin zunehmen.

Redaktion escene.de

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